Prostatakarzinom: Probleme mit brechenden Kanülen bei Eligard könnten zu Unterdosierungen führen. (Foto: Astellas)

Astellas warnt vor möglichen Medikationsfehlern bei Eligard®: Durch Überdrehen der Sicherheitsnadel beim Leuprorelinacetat-haltigen Injektions-Arzneimittel, kann der Nadelansatz brechen. Leuprorelinacetat kann folglich austreten, es drohen Unterdosierungen beim Patienten. Eligard® dient der Behandlung des hormonabhängigen Prostatakarzinoms.

Der pharmazeutische Unternehmer Astellas informiert in einem Rote-Hand-Brief über aufgetretene Medikationsfehler bei seinem Injektions-Arzneimittel Eligard®. Nach Rekonstitution der Injektionslösung und dem anschließendem Aufschrauben der Kanüle, überdrehen Ärzte wohl gehäuft die Nadel. Bricht die Sicherheitskanüle am Nadelansatz, kann Wirkstoff während der Injektion auslaufen. In diesem Zusammenhang warnt Astellas vor Unterdosierungen der Leuprorelinacetat-Therapie mit Eligard®. Leuprorelinacetat ist ein Arzneistoff aus dem Bereich der Onkologie. Ärzte setzen das Gonadotropin-Releasing-Hormon-Analogon zur Behandlung des hormonsensitiven Prostatakarzinoms ein.

Eligard® besteht aus zwei separaten Spritzen, wobei Spritze A das Lösungsmittel und Spritze B den Wirkstoff Leuprorelinacetat in Pulverform enthält. Durch Zusammenschrauben der beiden Spritzen rekonstituiert sich das Arzneimittel. Zusätzlich liefert Astellas eine Sicherheitskanüle zur Injektion mit, die nach Rekonstitution von Leuprorelinacetat auf die Spritze B geschraubt wird. Hier passieren wohl gehäuft Fehler durch ein Überdrehen der Nadel.



Eine ausführliche Anleitung zur Rekonstitution – in Wort und Bild – finden medizinische Fachkräfte in der Fachinformation zu Eligard®. Astellas betont in seinem Rote-Hand-Brief nochmals:

Leuprorelinacetat ist ein synthetisches Analogon des natürlich vorkommenden Gonadotropin-Releasing-Hormons (GnRH). Als Agonist am GnRH-Rezeptor der Adenohypophyse stimuliert Leuprorelinacetat initial die Freisetzung von FSH (follikelstimulieredes Hormon) und LH (luteinisierendes Hormon) und führt kurzfristig zu einer erhöhten Testosteronproduktion in den Testes. Eine dauerhafte Applikation bewirkt jedoch den gegenteiligen und gewünschten Effekt: Leuprorelinacetat supprimiert beim Mann die testikuläre Steroidbildung. Die Testosteron-Plasmaspiegel erreichen nach drei bis fünf Wochen Kastrationsniveau (≤ 50 ng/dl). Diese Wirkung ist nach Beendigung der Arzneitherapie reversibel. Allerdings übt der Agonist eine stärkere Wirkung aus als das natürliche Hormon, und die Zeitspanne bis zur Erholung der Testosteronspiegel kann von Fall zu Fall verschieden sein. Leuprorelinacetat hat eine Zulassung zur Behandlung des hormonabhängigen, fortgeschrittenen Prostatakarzinoms. In Kombination mit Radiotherapie ist Leuprorelinacetatat für die Behandlung von lokalisiertem Hochrisiko- und lokal fortgeschrittenem hormonabhängigem Prostatakarzinom indiziert.

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